im Kreistag Rhein-Sieg

Antrag zu den anstehenden Haushaltsberatungen: Konzeptionierung einer Seniorenwohn- und Servicegesellschaft

Antragsinformationen
Antragsnr:22/2018
Antragsdatum:07.11.2018
Ausschuss:Kreisausschuss
Antragsstatus:Antrag in Ausschuss
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Antragstext

Siegburg, den 07.11.2018

Antrag zu den anstehenden Haushaltsberatungen: Konzeptionierung einer Seniorenwohn- und Servicegesellschaft

Sehr geehrter Herr Landrat Schuster,

die Kreistagsfraktion DIE LINKE sowie die Kreistagsabgeordnete der PIRATEN, Anja Moersch und die Kreistagsabgeordnete der FUW, Marie-Luise Streng, beantragen den folgenden Tagesordnungspunkt zur nächsten Sitzung des Kreistages, bzw. des zuständigen Ausschusses aufzunehmen:

Antrag zu den anstehenden Haushaltsberatungen: Konzeptionierung einer Seniorenwohn- und Servicegesellschaft

Der Kreistag möge beschließen: „Die Verwaltung wird beauftragt ein Konzept für eine Seniorenwohn- und Servicegesellschaft zu erstellen. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob und inwieweit eine solche bei Realisierung bezuschusst werden könnte.

Aufgabe der Gesellschaft wäre es Immobilien in den strukturschwachen Gebieten des Rhein-Sieg-Kreis zu kaufen und diese seniorengerecht instand zu setzen. Die Immobilien sollen dann als Mietobjekte für Senioren (auch Senioren-WGs) zur Verfügung stehen.

Über die eigentliche Immobilienbeschaffung und Bewirtschaftung hinaus soll die Gesellschaft jedoch auch dazu beitragen, dass die notwendige Infrastruktur für Seniorengerechtes Wohnen zur Verfügung steht. Dazu soll sie mit den jeweilig Verantwortlichen verhandeln um eine möglichst gute Anbindung der Immobilien herzustellen.

Zur Planung wird ein Betrag von 60.000,- € aus dem Kreishaushalt zur Verfügung gestellt.“

Begründung: Gerade in den strukturschwachen Gebieten des Rhein-Sieg-Kreis droht erneut eine Abnahme der Bevölkerung. Gleichzeitung steht für die BürgerInnen nur wenig Wohnraum zur Verfügung der seniorengeeignet ist.

Ziel einer Seniorenwohn- und Servicegesellschaft soll es daher sein zum einen entsprechenden Wohnraum herzustellen. Darüber hinaus muss dieser jedoch an die für Senioren wichtige Infrastruktur angeschlossen sein, dazu gehören

– Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs – Gute Erreichbarkeit von Haus.- und Fachärzten – Kurz getaktete ÖPNV-Anbindung – Versorgung mit medizinischem Bedarf, von der Apotheke über den Optiker, das Reformhaus bis zum Hörgeräteaktustiker – Seniorengerechte Freizeitmöglichkeiten

Es wäre also ebenfalls Aufgabe der Gesellschaft mit den jeweils Beteiligten Verhandlungen zu führen um eine entsprechende Anbindung sicherzustellen.

Die Vorteile der Gesellschaft kämen aber nicht nur Senioren zu gute. Es könnten Menschen aus den Ballungsgebieten gewonnen werden, die den dort knappen Wohnungsmarkt dadurch entlasten und auf der anderen Seite die Einwohnerzahlen in strukturschwachen Gebieten stabil halten. Auch Arbeitsplätze können hier entstehen. Die Verbesserung der Nahversorgung und der ÖPNV Anbindung käme ebenfalls allen BürgerInnen zu Gute.

Aus den genannten Gründen handelt es sich nicht nur, jedoch auch um ein Projekt zur Wirtschaftsförderung.

Mit freundlichen Grüßen

Marie-Luise Streng (FUW)

Anja Moersch (PIRATEN)

Frank Kemper (DIE LINKE)